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eben Dionysus war. Aber mit der gleichen Sicherheitdarf behauptet werden, dass niemals bis auf Euripides
Dionysus aufgehört hat, der tragische Held' zu sein,sondern dass alle die berühmten Figuren der griechischenBühne Prometheus, Ödipus u. s. w. nur Masken jenesursprünglichen Helden Dionysus sind.; Dass hinter allendiesen Masken eine Gottheit steckt, das ist der einewesentliche Grund für die so oft angestaunte typische„Idealität“ jener berühmten Figuren. Es hat ich weissnicht wer behauptet, dass alle Individuen als Individuenkomisch und damit untragisch seien: woraus zu ent-nehmen wäre, dass die Griechen überhaupt Individuenauf der tragischen Bühne nicht ertragen konnten. Inder That scheinen sie so empfunden zu haben: wieüberhaupt jene platonische Unterscheidung und Werth-abschätzung der „Idee“ im Gegensätze zum „Idol“,zum Abbild, tief im hellenischen Wesen begründet lieg t.Um uns aber der Terminologie Plato’s zu bedienen, sowäre von den tragischen Gestalten der hellenischenBühne etwa so zu reden: der eine wahrhaft reale Dionysuserscheint in einer Vielheit der Gestalten, in der Maskeeines kämpfenden Helden und gleichsam in das Netzdes Einzelwillens verstrickt. So wie jetzt der erscheinendeGott redet und handelt, ähnelt er einem irrenden stre-benden leidenden Individuum: und dass er überhauptmit dieser epischen Bestimmtheit und Deutlichkeit er-scheint, ist die Wirkung des Traumdeuters Apollo,der dem Chore seinen dionysischen Zustand durch jenegleichnissartige Erscheinung deutet. In Wahrheit aberist jener Held der leidende.Dionysus de r Mysterien , jenerdie Leiden der Individuation an sich erfahrende jGott, vondem wundervolle Mythen erzählen, wie er als Knabevon den Titanen zerstückelt worden sei und nun in