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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
Entstehung
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aber bei dieser apollinischen Tendenz die Form nicht zuägyptischer Steifigkeit und Kälte erstarre, damit nichtunter dem Bemühen, der einzelnen Welle ihre Bahn undihr Bereich vorzuschreiben, die Bewegung des ganzenSees ersterbe, zerstörte von Zeit zu Zeit wieder die hoheFluth des Dionysischen alle jene kleinen Zirkel, in dieder einseitig apollinischeWille das Hellenenthum zubannen suchte. Jene plötzlich anschwellende Fluth desDionysischen nimmt dann die einzelnen kleinen Wellen-berge der Individuen auf ihren Rücken, wie der Bruderdes Prometheus, der Titan Atlas, die Erde. Dieser tita-nische Drang, gleichsam der Atlas aller Einzelnen zuwerden und siq mit breitem Rücken höher und höher,weiter und weiter zu tragen, ist das Gemeinsamezwischen dem Prometheischen und dem Dionysischen.Der äschyleische Prometheus ist in diesem Betracht einedionysische Maske, während in jenem vorhin erwähntentiefen Zuge nach Gerechtigkeit Äschylus seine väterlicheAbstammung von Apollo, dem Gotte der Individuationund der Gerechtigkeitsgrenzen, dem Einsichtigen verräth.Und so möchte das Doppelwesen des äschyleischenPrometheus, seine zugleich dionysische und apollinischeNatur in begrifflicher Formel so ausgedrückt werdenkönnen:Alles Vorhandene ist gerecht und ungerechtund in beidem gleich berechtigt.

Das ist deine Welt! Das heisst eine Welt!

io.

Es ist eine unanfechtbare Überlieferung, dass diegriechische Tragödie in ihrer ältesten Ge stalt^ nur dieLeiden des Dionysus zum Gegenstand hatte, und dassder längere Zeit hindurch einzig vorhandene Bühnenheld