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Noth, ja Ahnung einer Götterdämmerung auf der andern,die zur Versöhnung, zum metaphysischen Einsseinzwingende Macht jener beiden Leidenswelten — diesalles erinnert auf das Stärkste an den Mittelpunkt undHauptsatz der äschyleischen Weltbetrachtung, die überGöttern und Menschen die Moira als ewige Gerechtigkeitthronen sieht. Bei der erstaunlichen Kühnheit, mit derAschylus die olympische Welt auf seine Gerechtigkeits-wagschalen stellt, müssen wir uns vergegenwärtigen,dass der tiefsinnige Grieche einen unverrückbar festenUntergrund des metaphysischen Denkens in seinenMysterien hatte, und dass sich an den Olympiern alleseine skeptischen Anwandelungen entladen konnten.Der griechische Künstler insbesondere empfand im Hin-blick auf diese Gottheiten ein dunkles Gefühl wechsel-seitiger Abhängigkeit: und gerade im Prometheus desAschylus ist dieses Gefühl symbolisirt. Der titanischeKünstler fand in sich den trotzigen Glauben, Menschenschaffen und olympische Götter wenigstens vernichtenzu können: und dies durch seine höhere W eisheit, die
er freilich durch ewip-es T.eiden zu —büssea_ gezwunge n
war.y Das herrliche „Können“ des grossen Genius, dasselbst mit ewigem Leide zu gering bezahlt ist, der herbeStolz des Künstlers — das ist Inhalt und Seele deräschyleischen Dichtung, während Sophokles in seinemÖdipus das Siegeslied des Heiligen präludirend an-stimmt. Aber auch mit jener Deutung, die Aschylusdem Mythus gegeben hat, ist dessen erstaunliche Schrek-kenstiefe nicht ausgemessen: vielmehr ist die Werdelustdes Künstlers, die jedem Unheil trotzende Heiterkeit deskünstlerischen Schaffens nur ein lichtes Wolken- undHimmelsbild, das sich auf einem schwarzen See derTraurigkeit spiegelt. Die Prometheussage ist ein ur-