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hat. So wird der für das sterbliche Auge unauflöslichverschlungene Prozessknoten der Ödipusfabel langsamentwirrt — und die tiefste menschliche Freude über-kommt uns bei diesem göttlichen Gegenstück der Dia-lektik. Wenn wir mit dieser Erklärung dem Dichtergerecht geworden sind, so kann doch immer noch gefragtwerden, ob damit der Inhalt des Mythus erschöpft ist:und hier zeigt sich, dass die ganze Auffassung desDichters nichts ist als eben jenes Lichtbild, welches uns,nach einem Blick in den Abgrund, die heilende Natur,vorhält. Ödipus der Mörder seines Vaters, der Gatteseiner Mutter, Ödipus der Räthsellöser der SphinxWas sagt uns die geheimnissvolle Dreiheit dieser Schick-salsthaten? Es giebt einen uralten, besonders persischenVolksglauben, dass ein weiser Magier nur aus Incestgeboren werden könne: was wir uns, im Hinblick aufden räthsellösenden und seine Mutter freienden Ödipus,sofort so zu interpretiren haben, dass dort, wo durch weis-sagende und magische. Kräfte der Bann^von Gegenwartund Zukunft, das starre Gesetz der Individuation, undhBerhauptöler eigentliche Zauber der Natur gebrochenist, eine ungeheure Natur Widrigkeit — wie dort derIncest — als Ursache vorausgegangen sein muss; dennwie könnte man die Natur zum Preisgeben ihrer Ge-heimnisse zwingen, wenn nicht dadurch, dass man ihrsiegreich widerstrebt, d. h. durch das Unnatürliche?Diese Erkenntniss sehe ich in jener entsetzlichen Drei-heit der Ödipusschicksale ausgeprägt: derselbe, der dasRäthsel der Natur — jener doppeltgearteten Sphinx —löst, muss auch als Mörder des Vaters und Gatte derMutter die heiligsten Naturordnungen zerbrechen. Ja,der Mythus scheint uns zuraun en zu wollen , dass die
Weisheit/ein natur-
Weisheit und gerade die dionysische
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