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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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wird, ja dass wir ebensowenig die eigentlichen Schöpferjener Kunstwelt sind: wohl aber dürfen wir von uns selbstannehmen, dass wir für den wahren Schöpfer derselbenschon Bilder und künstlerische Projectionen sind und inder Bedeutung von Kunstwerken unsre höchste Würdehaben denn nur als ästhetisches Phänomen ist dasDasein und die Welt ewig gerechtfertigt: währendfreilich unser Bewusstsein über diese unsre Bedeutungkaum ein andres ist, als es die auf Leinwand gemaltenKrieger von der auf ihr dargestellten Schlacht haben.Somit ist unser ganzes Kunstwissen im Grunde ein völligillusorisches, weil wir als Wissende mit jenem Wesennicht Eins und identisch sind, das sich, als einzigerSchöpfer und Zuschauer jener Kunstkomödie, einenewigen Genuss bereitet. Nur soweit der Genius im Actusder künstlerischen Zeugung mit jenem Urkünstler derWelt vers chm ilzt, weiss er etwas über das ewige Wesender Kunst; denn in jenem Zustande ist er, wunderbarerWeise, dem unheimlichen Bild des Mährchens gleich,das die A ugen drehn und sich selber anschaun kann;jetzt ist er zugleich Subject und Object, zugleich Dichter,Schauspieler und Zuschauer.

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In Betreff des Archilochus hat die gelehrte Forschungentdeckt, dass er das ^Slkslied jh die Litteratur ein-geführt habe, und dass ihm, dieser That halber, jeneeinzige Stellung neben Homer, in der allgemeinen Schät-zung der Griechen, zukomme. Was aber ist das Volksliedim Gegensatz zu dem völlig apollinischen Epos? Wasanders als das perpetuum vestigium einer Vereinigungdes Apollinischen und des Dionysi schen; s eine ungeheure,