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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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das Phänomen des Menschen Ar chilochus v or sich sieht alsWiederschein des ewigen Seins; und die Tragödie beweist,wie weit sich die Visionswelt des Lyrikers von jenemallerdings zunächst stehenden Phänomen entfernen kann.

Schopenhauer, der sich die Schwierigkeit, die derLyriker für die philosophische Kunstbetrachtung macht,nicht verhehlt hat, glaubt einen Ausweg gefunden zuhaben, den ich nicht mit ihm gehen kann, während ihmallein, in seiner tiefsinnigen Metaphysik der Musik, dasMittel in die Hand gegeben war, mit dem jene Schwierig-keit entscheidend beseitigt werden konnte: wie ich dies,in seinem Geiste und zu seiner Ehre, hier gethan zuhaben glaube. Dagegen bezeichnet er als das eigenthüm-liche Wesen des Liedes Folgendes (Welt als Wille undVorstellung I, S. 295):Es ist das Subject des Willens, d. h.das eigene Wollen, was das Bewusstsein des Singendenfüllt, oft als ein entbundenes, befriedigtes Wollen (Freude),wohl noch öfter aber als ein gehemmtes (Trauer), immer jals Affect, Leidenschaft, bewegter Gemüthszustand. 'Neben diesem jedoch und zugleich damit wird durch den :Anblick der umgebenden Natur der Singende sich seinerbewusst als Subjects des reinen, willenlosen Erkennens,dessen unerschütterliche, selige Ruhe nunmehr in Con- jtrast tritt mit dem Drange des immer beschränkten, 'immer noch dürftigen Wollens: die Empfindung diesesContrastes, dieses Wechselspieles ist eigentlich, was sich (im Ganzen des Liedes ausspricht und was überhaupt den /lyrischen Zustand ausmacht. In diesem tritt gleichsam das \reine Erkennen zu uns heran, um uns vom Wollen und 1seinem Drange zu erlösen: wir folgen; doch nur auf \Augenblicke: immer von Neuem entreisst das Wollen, j

die Erinnerung an unsere persönlichen Zwecke, uns der I

ruhigen Beschauung; aber auch immer wieder ent- \