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müde wird, sie bis auf die kleinsten Züge hin liebevollanzuschauen, während selbst das Bild des zürnendenAchilles für ihn nur ein Bild ist, dessen zürnenden Aus-druck er mit jener Traumlust am Scheine geniesst —so dass er, durch diesen Spiegel des Scheines, gegen dasEinswerden und Zusammenschmelzen mit seinen Gestaltengeschützt ist —, so sind dagegen die Bilder des Lyrikersnichts als er selbst und gleichsam nur verschiedene Ob-jectivationen von ihm, weshalb er als bewegender Mittel-punkt jener Welt „ich“ sagen darf: nur ist diese Ichheitnicht dieselbe, wie die des wachen, empirisch-realen Men-schen, sondern die einzige überhaupt wahrhaft seiendeund ewige, im Grunde der Dinge ruhende Ichheit, durchj deren Abbilder der lyrische Genius bis auf jenen Grundder Dinge hindurchsieht. Nun denken wir uns einmal,wie er unter diesen Abbildern auch sich selbst alsNichtgenius erblickt, d. h. sein „Subject“, das ganze Ge-wühl subjectiver, auf ein bestimmtes, ihm real dünkendesDing gerichteter Leidenschaften und Willensregungen;wenn es jetzt scheint, als ob der lyrische Genius und dermit ihm verbundene Nichtgenius Eins wäre und als obder Erstere von sich selbst jenes Wörtchen „ich“ spräche,so wird uns jetzt dieser Schein nicht mehr verführenkönnen, wie er allerdings diejenigen verführt hat, die denLyriker als den subjectiven Dichter bezeichnet haben. InWahrheit ist Archilochus, der leidenschaftlich entbrannte,liebende und hassende Mensch, nur eine Vision des Genius,der bereits nicht mehr Archilochus, sondern Weltgeniusist und der seinen Urschmerz in jenem Gleichnisse vomMenschen Archilochus symbolisch ausspricht: währendjener subjectiv wollende und begehrende Mensch Archi-lochus überhaupt nie und nimmer Dichter sein kann. Esist aber gar nicht nöthig, dass der Lyriker gerade nur