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Diese freudige Nothwendigkeit der Traumerfahrungist gleichfalls von den Griechen in ihrem Apollo aus-gedrückt werden: A pollo, als der Gott aller bildnerisch en
II Kräfte, ist zugleich der wahrsagende G ott. Er, der seinerWurzel nach der „Scheinende“, die Lichtgottheit ist, be-herrscht auch den schönen Schein der inneren Phantasie-Welt. Die höhere Wahrheit, die Vollkommenheit dieserZustände im Gegensatz zu der lückenhaft verständlichenTageswirklichkeit, sodann das tiefe Bewusstsein von derin Schlaf und Traum heilenden und helfenden Natur istzugleich das symbolische Analogon der wahrsagendenFähigkeit und überhaupt der Künste, durch die das Lebenmöglich und lebenswerth gemacht wird. Aber auch jenezarte Linie, die das Traumbild nicht überschreiten darf,um nicht pathologisch zu wirken, widrigenfalls der Scheinals plumpe Wirklichkeit uns betrügen würde — darfnicht im Bilde des Apollo fehlen: jene maassvolle Be-grenzung, jene Freiheit von den wilderen Regungen,jene weisheitsvolle Ruhe des Bildnergottes. Sein Augemuss „sonnenhaft“, gemäss seinem Ursprünge, sein; auchwenn es zürnt und unmuthig blickt, liegt die Weihe desschönen Scheines auf ihm. Und so möchte von Apolloin einem excentrischen Sinne das gelten, was Schopen-hauer von dem im Schleier der Maja befangenen Men-schen sagt. Welt als Wille und Vorstellung I, S. 416:„Wie auf dem tobenden Meere, das, nach allen Seitenunbegränzt, heulend Wasserberge erhebt und senkt, aufeinem Kahn ein Schiffer sitzt, dem schwachen FahrzeugI vertrauend; so sitzt, mitten in ein er Welt von Qualen,r rnhio- der einzelne Mensch, o-estntzt und vertrauend auf
zu sagen, dass in ihm das unerschütterte Vertrauen aufjenes principium und das ruhige Dasitzen des in ihm
V* das ^prvnctpmin individuationis.“) Je
a es wäre von
Apollo