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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
Entstehung
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inzwischen lernte ich hoffnungslos und schonungslos ge-nug von diesemdeutschen Wesen denken, insgleichenvon der jetzigen deutschen Musik, als welche Romantikdurch und durch ist und die ungriechischeste aller mög-lichen Kunstformen: überdies aber eine Nervenverderberinersten Ranges, doppelt gefährlich bei einem Volke, dasden Trunk liebt und die Unklarheit als Tugend ehrt, näm-lich in ihrer doppelten Eigenschaft als berauschendes undzugleich benebelndes Narkotikum. Abseits freilichvon allen übereilten Hoffnungen und fehlerhaften Nutz-anwendungen auf Gegenwärtigstes, mit denen ich mirdamals mein erstes Buch verdarb, bleibt das grossedionysische Fragezeichen, wie es darin gesetzt ist, auchin Betreff der Musik, fort und fort bestehn: wie müssteeine Musik beschaffen sein, welche nicht mehr roman-tischen Ursprungs wäre, gleich der deutschen, sonderndionysischen? . . .

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Aber, mein Herr, was in aller Welt ist Roman-tik, wenn nicht Ihr Buch Romantik ist? Lässt sich dertiefe Hass gegenJetztzeit,Wirklichkeit undmoderneIdeen weiter treiben, als es in Ihrer Artisten-Metaphysikgeschehen ist? welche lieber noch an das Nichts,lieber noch an den Teufel als an dasJetzt glaubt?Brummt nicht ein Grundbass von Zorn und Vernichtungs-lust unter aller Ihrer contrapunktischen Stimmen-Kunstund Ohren-Verführerei hinweg, eine wüthende Ent-schlossenheit gegen Alles, wasjetzt ist, ein Wille, wel-cher nicht gar zu ferne vom praktischen Nihilismus istund zu sagen scheintlieber mag Nichts wahr sein, alsdass ihr Recht hättet, als dass eure Wahrheit Rechtbehielte! Hören Sie selbst, mein Herr Pessimist und