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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
Entstehung
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mich, ebenso wie der unbedingte Wille des Christen-thums, nur mor alische Werthe gelten zu lassen, immerwie die gefährlichste und unheimlichste Form aller mög-lichen Formen einesWillens zum Untergang, zumMindesten ein Zeichen tiefster Erkrankung, Müdigkeit,Missmuthigkeit, Erschöpfung, Verarmung an Leben,denn vor der Moral (in Sonderheit christlichen, das heisstunbedingten Moral) muss das Leben beständig undunvermeidlich Unrecht bekommen, weil Leben etwasessentiell Unmoralisches ist, muss endlich das Leben,erdrückt unter dem Gewichte der Verachtung und desewigen Neins, als begehrens-unwürdig, als unwerth ansich empfunden werden. Moral selbst wie? sollteMoral nicht einWille zur Verneinung des Lebens, einheimlicher Instinkt der Vernichtung, ein Verfalls-, Ver-kleinerungs-, Verleumdungsprincip, ein Anfang vom Endesein? Und, folglich, die Gefahr der Gefahren? ... Gegendie Moral also kehrte sich damals, mit diesem fragwür-digen Buche, mein Instinkt, als ein fürsprechender Instinktdes Lebens, und erfand sich eine grundsätzliche Gegen-lehre und Gegenwerthung des Lebens, eine rein artistische,eine antichristliche. Wie sie nennen? Als Philologeund Mensch der Worte taufte ich sie, nicht ohne einigeFreiheit denn wer wüsste den rechten Namen desAntichrist? auf den Namen eines griechischen Gottes:ich hiess sie die dionysische.

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Man versteht, an welche Aufgabe ich bereits mitdiesem Buche zu rühren wagte? . . . Wie sehr bedauereich es jettz, dass ich damals noch nicht den Muth (oderdie Unbescheidenheit?) hatte, um mir in jedem Betrachte