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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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hinzu! Was bedeutet, unter der Optik des Lebens ge-sehn, die Moral?...

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Bereits im Vorwort an Richard Wagner wird dieKunst und nicht die Moral als die eigentlichmetaphysische Thätigkeit des Menschen hin gestellt;im~ Buche selbst kehrt der anzügliche Satz mehrfachwieder, dass nur als ästhetisches Phänomen das Daseinder Welt gerechtfertigt ist. In der That, das ganzeBuch kennt nur einen Künstler-Sinn und -Hintersinnhinter allem Geschehen, einenGott, wenn man will,aber gewiss nur einen gänzlich unbedenklichen und un-moralischen Künstler-Gott, der im Bauen 'wie im Zer-stören, im Guten wie im Schlimmen, seiner gleichen Lustund Selbstherrlichkeit inne werden will, der sich, Weltenschaffend, von der Noth der Fülle und Überfülle,»vom Leiden der in ihm gedrängten Gegensätze löst.Die Welt, in jedem Augenblicke die erreichte Er-lösung Gottes, als die ewig wechselnde, ewig neue Visiondes Leidendsten, Gegensätzlichsten, Widerspruchreichsten,der nur im Scheine sich zu erlösen weiss: diese ganzeArtisten-Metaphysik mag man willkürlich, müssig, phan-tastisch nennen, das Wesentliche daran ist, dass siebereits einen Geist verräth, der sich einmal auf jedeGefahr hin gegen die moralische Ausdeutung undBedeutsamkeit des Daseins zur Wehre setzen wird. Hierkündigt sich, vielleicht zum ersten Male, ein Pessimismusjenseits von Gut und Böse an, hier kommt jenePer-versität der Gesinnung zu Wort und Formel, gegenwelche Schopenhauer nicht müde geworden ist, im Vorausseine zornigsten Flüche und Donnerkeile zu schleudern,\ eine Philosophie, welche es wagt, die Moral selbst in