rungen und Artisten-Heimlichkeiten, mit einer Artisten*Metaphysik im Hintergründe, ein Jugendwerk vollerJugendmuth und Jugend-Schwermuth, unabhängig, trotzig-selbstständig auch noch, wo es sich einer Autorität und \
eignen Verehrung zu beugen scheint, kurz ein Erstlings-werk auch in jedem schlimmen Sinne des Wortes, trotzseines greisenhaften Problems mit jedem Fehler der Ju-gend behaftet, vor allem mit ihrem „Viel zu lang“, ihrem„Sturm und Drang“: andererseits, in Hinsicht auf den Er-folg, den es hatte (in Sonderheit bei dem grossen Künst-ler, an den es sich wie zu einem Zwiegespräch wendete,bei Richard Wagner) ein bewiesenes Buch, ich meineein solches, das jedenfalls „den Besten seiner Zeit“ genuggethan hat. Darauf hin sollte es schon mit einiger Rück-sicht und Schweigsamkeit behandelt werden; trotzdemwill ich nicht gänzlich unterdrücken, wie unangenehmes mir jetzt erscheint, wie fremd es jetzt nach sechzehn ^
Jahren vor mir steht, — vor einem älteren, hundert Malverwöhnteren, aber keineswegs kälter gewordenen Auge,das auch jener Aufgabe selbst nicht fremder wurde, anwelche sich jenes verwegene Buch zum ersten Male heran-gewagt hat, — die Wissenschaft unter der Optikdes Künstlers zu sehn, die Kunst aber unterder des Lebens ....
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Nochmals gesagt, heute ist es mir ein unmöglichesBuch, — ich heisse es schlecht geschrieben, schwerfällig,peinlich, bilderwüthig und bilderwirrig, gefühlsam, hier *
und da verzuckert bis zum Femininischen, ungleich im ^
Tempo, ohne Willen zur logischen Sauberkeit, sehrüberzeugt und deshalb des Beweisens sich überhebend,misstrauisch selbst gegen die Schicklichkeit des Be-