späteren Griechenthums nur eine Abendröthe? Der epi-kurische Wille gegen den Pessimismus nur eine Vor-sicht des Leidenden? Und die Wissenschaft selbst, unsereWissenschaft — ja, was bedeutet überhaupt, als Symptomdes Lebens angesehn, alle AVissenschaft?-Wozu, schlimmernoch, woher —- alle Wissenschaft? Wie? Ist Wissen-schaftlichkeit vielleicht_rm K eine - Furcht^jmd^jAjIsfluchtvor dem Pessimismus?_JEjne feing^Ngthwehr gege n — dieWanrheit? Und, moralisch geredet, etwas wie Feig- undFalschheit? Unmoralisch geredet, eine Schlauheit? OhSokrates, Sokrates, war das vielleicht dein Geheimniss?Oh geheimnissvoller Ironiker, war dies vielleicht deine —Ironie? —- —
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Was ich damals zu fassen bekam, etwas Furchtbaresund Gefährliches, ein Problem mit Hörnern, nicht noth-wendig gerade ein Stier, jedenfalls ein neues Problem:heute würde ich sagen, dass es das Problem derWissenschaft selbst war — Wissenschaft zum erstenMale als problematisch, als fragwürdig gefasst. Aber dasBuch, in dem mein jugendlicher Muth und Argwohn sichdamals ausliess — was für ein unmögliches Buch mussteaus einer so jugendwidrigen Aufgabe erwachsen! Aufge-baut aus lauter vorzeitigen übergrünen Selbsterlebnissen,welche alle hart an der Schwelle des Mittheilbaren lagen,hingestellt auf den Boden der Kunst — denn das Pro-blem der Wissenschaft kann nicht auf dem Boden derWissenschaft erkannt werden —, ein Buch vielleicht fürKünstler mit dem Nebenhange analytischer und retro-spektiver Fähigkeiten (das heisst für eine Ausnahme-Artvon Künstlern, nach denen man suchen muss und nichteinmal suchen möchte . . .), voller psychologischer Neue-