liehen Beziehungen und Erlebnisse mit Wagner und eineCharakteristik von dessen Persönlichkeit und seiner eigenen habegeben wollen. Was Nietzsche damals in diesem Sinne aufge-zeichnet hat, war allem Anschein nach nur für ihn selber be-stimmt und sollte keine oder nur in veränderter Form einelitterarische Verwendung finden.
Alle diese Pläne liess Nietzsche jedoch fallen und kehrtezu der aphoristischen Art des „Menschlichen, Allzumensch-lichen“ zurück. Er veröffentlichte einen „Anhang“ dazuim März 1879 unter dem Titel: „Vermischte Meinungen undSprüche“. Das Material schöpfte er aus einer Anzahl Notiz-büchern, von denen fünf erhalten sind (N XIII, N XV, N XVI,N XVII, N XVIII). Ausserdem benutzte er die vorherge-nannten vier Notizbücher (N VIII, N IX, N X, N XII) undgriff auf die „Sorrentiner Papiere“ zurück. Diese letzteren hattenschon für das „Menschliche“ die meisten Gedanken hergegeben,wurdenaber auch durch die erneuteDurchsichtfürdie„VermischtenMeinungen“ noch lange nicht erschöpft. FürunsereVeröffentlichunghaben diese Blätter die bei weitem reichste Ausbeute geliefert.
In demselben Jahre entstand ein weiteres Aphorismenbuch:„Der Wanderer und sein Schatten“ und kam Weihnachten 1879als „zweiter und letzter Nachtrag“ zum „Menschlichen“ heraus.Die Vorarbeiten dazu enthalten die Notizbücher N XIV, N XIX,N XX, N XXI, N XXII. Der Titel sollte den Zusatz erhalten:„Ein Geschwätz unterwegs“. Ein anderer Titel lautet: „St.Moritzer Gedankengänge“. Nietzsche hatte vor, das Buch miteiner Fiction herauszugeben: „Dieser Dialog ist nicht von mir.Er wurde mir eines Tages übersandt, mit der einzigen Be-merkung, dass ich ihn lesen und weitergeben dürfe. Das Ersterethat ich, das Andere thue ich“. — Zur Ausführung zweier Schriften,die in dieser Zeit geplant wurden, kam es nicht. Die Titel undwenige Vorarbeiten, die zum Theil in den „Wanderer“ über-gingen, sind erhalten. „Gegen die strafende Gerechtig-keit. Ein Versuch zur Milderung der Sitten“ (Vgl. WandererNo. 23fF., 33). — „Via Appia. Gedanken über den Tod“(Vgl. Wanderer No. 185).