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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
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402
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Auf der gegenüberliegenden Seite stehen folgende Bemer-kungen, die kaum mit dem Plan Zusammenhängen können:

Ich entfremdete mich der Kunst, Dichtung (lernte dasAlterthum missverstehen) und der Natur, verlor fast mein gutesTemperament. Dabei das schlechte Gewissen des Meta-physikers.

Bedeutung von Bayreuth für mich. Flucht. Kaltwasser-Bad. Die Kunst, die Natur, die Milde kommt wieder.

Ferner die Worte:Zweck der Mittheilung: Freunde, diesich möglicherweise auf den Plan beziehen.

Ausserdem sind einige Notizen in N XII mit dem VermerkVorrede oderzur Vorrede versehen. Andere weisen auchohne dies unzweideutig auf ein Buch hin, zu dessen Structursie gehören. Wir führen sie hier an:

Vorrede. Dies Buch hätte ich überschreiben können:aus der Seele der Künstler und Schriftsteller; in der That istes eine Fortsetzung des fünften Hauptstückes, welches jenenTitel trägt.

Vorrede. Stellung des Weisen zur Kunst. Die Griechenfeiner als wir: der Weise der Mann des Geschmacks.

Nicht nur Hunger thut noth (vielmehr darf dieser nichtzu arg sein) (Liebe sagen die Schwärmer) sondern Geschmack.Ja Geschmack setzt schon Appetit voraus sonst schmecktuns nichts. Kritik ist die Lust am Guten, mit der Ver-mehrung der Lust durch Erkenntniss des Missrathenen.Woher die zahllosen Kritiker, wenn nicht Vergnügen dabei?[Vgl. Verm. Meinungen und Sprüche No. 170, 149.]

Zur Vorrede. Alle ästhetischen Phänomene werdenallmählich (durch Metaphysik) unerklärlich, folglich unabschätz-bar, folglich unter einander unvergleichbar: vollständigeUnkritik die Folge und dadurch wieder Abnahme desGenusses und Überhandnahme des Geringen, Effectvollen,Täuschenden, Ehrgeizigen. [Vgl. Venn. Mein. No. 28.]