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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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Speise und Trank, Hass gegen geistige Getränke» es gehört zu ihm, wie die Getränke zu jenengehören, welche sagen könnten:das Leben wäre völligreizlos, u. s. w.

612.

Ich habe keinen Begriff von mir aus von einemMenschen, welcher so sein will, wie es der gute Tonverlangt: der nicht zu lieben, zu hassen, zu urtheilenwagt, bevor er nicht weiss, wie hier der gute Ton be-fiehlt, Ich habe also gewiss keinen guten Ton! Ja ichverachte jeden, der so sein will wie ein Anderer! der hin-blickt, um zu sehen, was die Anderen zu seinem Thunsagen! der immer an die Anderen denkt, nicht um ihnenzu nützen, sondern um vor ihnen nicht lächerlich zu sein wäre er lächerlich, so würde er ihnen Vergnügen

machen! entsetzlich! Aber warum sollten wir nicht

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zu lachen geben! Wir selber haben den Vortheil davon,wenn unsere Mitmenschen guter Dinge sind!Abersie achten nicht mehr, wenn sie lachen! Aber warumsollen sie euch fürchten? Und wehe mir, wenn etwasLächerliches an mir genügt, um mir meine eigene Ach-tung vor mir zu nehmen! Das aber geschieht bei denEitlen, die sich vernichten möchten, nach einem Eti-kettefehler.

613.

Die Veredelung der alltäglichen Gewohn-heiten. Früher beim Priester theilweise: sein Gang,sein Handerheben, seine Stimme. Dann am Hofe: dieLust sich zu beherrschen und seine Empfindungen nichtmerken zu lassen (oder in ein seidenes Gewebe ein-gehüllt) wurde gross. Aber was heisst jetzt veredeln,