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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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Grössen gefühls nicht verlustig geht! Anders Pascalund ich. Ich brauche mich der kleinen, erbärmlichenDetails nicht zu entäussern ich. will ja keinen Gottaus mir machen.

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Es ist eine Beschränktheit, aber so empfinde ich.Das Bedürfniss nach Luxus scheint mir immer aufeine tiefe innerliche Geistlosigkeit hinzudeuten; wieals ob jemand sich selber mit Coulissen umstellt, weiler nichts Volles, Wirkliches ist, sondern nur etwas, dasein Ding vorstellen soll, vor ihm und vor anderen. Ichmeine, wer Geist habe, könne viel Schmerzen und Ent-behrungen aushalten und dabei noch glücklich sein, ja ermüsse sich im Verhältniss zu einem, der Ehren undLuxus und Kameradschaft nöthig hat, schämen, weil erbei der Vertheilung der Güter zu gut weggekommen ist.Ich habe eine tiefe Verachtung gegen einen Banquier.Wer Luxus um sich hat, nun, mitunter muss er sich sostellen, dass er anderer wegen hineinpasst, aber dann soller auch die Ansichten dieser Anderen haben und er-tragen. Freisinnige, kühne, neue Ansichten halte ich fürSchwindel oder eine widerliche Art Luxus, wenn sienicht zur Armuth und zur Niedrigkeit drängen. Mit einerArt von weisser Wäsche hat sich zum Beispiel Lassallefür mich widerlegt. Leute mit solchen Bedürfnissensollten fromm werden und als Magistratspersonen Ansehenerstreben, es giebt so viel Gutes zu erhalten und zurepräsentiren. Aber den Geist sollen sie nicht repräsen-tiren wollen! Wer geistig reich und unabhängig ist, istso wie so auch der mächtigste Mensch, es ist, wenigstensfür so humane Zeiten, schimpflich, wenn er noch mehrhaben will: es sind die Unersättlichen. Einfachheit in