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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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scheinlich weil ich sehr leidenschaftlich bin! Ich binäusserst misstrauisch gegen die beredten Verehrer derLeidenschaftlichkeit ich muthmaasse, sie möchtengern etwas vorstellen. Die Griechen lebten nur in derGefahr: sie verehrten in der Kraft, der Ruhe, der Gterechtig-keit ihre Erholung, ihr Aufathmen, ihr Fest. Siewollten nicht die Emotion noch: nur in der Tragödie;die des Mitleids (weil sie für gewöhnlich hart waren).

608.

Warum ich der Leidenschaft ins Wort falle? Ichkönnte volltönend und heftig und hinreissend meine SacheVorbringen, wie ich sie empfinde, aber hinterher binich halbtodt und leidend, auch voller Verdruss über Über-treibungen, Auslassungen u. s. w. Andere haben in derLeidenschaft ihren Geist ganz: ich in der unterdrücktenund bekämpften Leidenschaft. Es thut mir alles wohl,was mich an diesen meinen Zustand erinnert!!

609.

Woran liegt es, dass ich immer nach Menschendürste, welche nicht Angesichts der Natur, eines Gangesauf den befestigten Höhen über Genua, klein werden?Weiss ich sie nicht zu finden?

I

610.

Eure Seele ist nicht stark genug, so viele Klein-heiten der Erkenntniss, so viel Geringes und Niedrigesmit in die Höhe hinaufzutragen! So müsst ihr euchüber die Dinge belügen, damit ihr eures Kraft- und

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