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596 .
Was habe ich gethan? Für mein Alter gesorgt: fürdie Zeit, wo die Seele nichts Neues mehr unternimmt,die Geschichte ihrer Abenteuer und Seefahrten verzeich-net. So wie ich die Musik mir aufspare für die Zeit,wo ich blind bin.
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Etwas zu schreiben, das in ein paar Jahren alle Be-deutung verloren hat — das wird mir unmöglich, mirvorzustellen. Es ist wohl ein Zeichen von Beschränkt-heit. Denn alles, was ich selber überlebe, gilt mirimmer noch wichtig als Denkmal eines Zustandes, dermir werthvoll war. Ich wünsche mein Alter umringt vonsolchen Denkmälern.
598 .
Seltsam! Ich werde in jedem Augenblick von demGedanken beherrscht, dass meine Geschichte nicht nureine persönliche ist, dass ich für viele etwas thue, wennich so lebe und mich forme und verzeichne: es ist
immer, als ob ich eine Mehrheit wäre, und ich redezu ihr traulich-ernst-tröstend.
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Ich will nie zum Widersprechen herausfordern; viel-mehr: helft, mit mir das Problem zu gestalten! Sobald ihrgegen mich empfindet, versteht ihr meinen Zustand undfolglich meine Argumente nicht! Ihr müsst das Opferderselben Leidenschaft sein!