Druckschrift 
11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
Seite
383
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Empfindet ihr nichts von der Noth, gegen einenMenschen Recht zu haben und es öffentlich zu bezeugen?Wird euch Kritik so leicht? Ist es nur, dass ihr euchaufstellt, nachdem jener sich aufstellte? Merkt ihr nicht,dass er euch sein Bestes geben wollte und dass ihr esannehmen solltet, selbst wenn es euch nicht werthvoll,ja schädlich schiene? Aber ihr thut als solche, die inder Nothwehr leben, ihr habt auch Recht. Mit Mühehaltet ihr euch aufrecht, und jener will euch etwas auf-legen, das ihr nicht tragen könntet. Er sagt: ein Geschenk!Ihr sagt: eine Aufgabe.

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Vielen Erkenntnissen wissen die Menschen nichtsKräftigendes abzugewinnen, es sind verbotene Speisen,zum Beispiel mein Buch.

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Sie machen es sich leicht und versuchen mich ausdem Übergange ins andere Extrem zu verstehen siemerken nichts von dem fortgesetzten Kampfe und dengelegentlichen wonnevollen Ruhepausen im Kampfe,merken nicht, dass diese früheren Schriften solchen ent-zückten Stillen, wo der Kampf zu Ende schien, ent-sprungen sind, und wo man über ihn schon nachzu-denken und sich zu beruhigen begann. Es war eineTäuschung. Der Kampf gieng weiter. Die extremeSprache verräth die Aufregung, die kurz vorher tobte,und die Gewaltsamkeit, mit der man die Täuschungfestzuhalten suchte.