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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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schiedener Werthschätzungen derselben Dinge, und viel-leicht mehrt sich die Zahl, je mehr die selbständigenMenschen an Zahl zunehmen (ihnen entsprachen ehemalsselbständige Cultur-Völker). Je verschiedener aber dieWerthschätzungen, um so mehr können die Menschengegen einander austauschen, der geistige und seelischeVerkehr nimmt zu. Man lernt die Anderen verstehen,um zu wissen, was man ihnen anbieten, was man vonihnen verlangen kann. Sorge zu tragen, dass keineimaginären Dinge eingeschmuggelt werden, wodurchder Werth aller wahren gefälscht wird. Dies ist dasallgemeine Interesse.

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Es fehlen nur noch die grossen überzeugendenMenschen, sonst ist alles zu einer völligen Veränderungvorbereitet, Principien, Misstrauen, Auflösung aller Ver-träge, die Gewöhnung, ja das Bedürfniss der Erschütterung,die Unzufriedenheit.

568.

Ein Zeitalter des Überganges: so heisst unsere Zeitbei jedermann, und jedermann hat damit Recht. Indessennicht in dem Sinne, als ob unserem Zeitalter dies Wortmehr zukomme als irgend einem anderen. Wo wir auchin der Geschichte Fuss fassen, überall finden wir dieGährung, die alten Begriffe im Kampf mit den neuen,und die Menschen der feinen Witterung, die man ehemalsPropheten nannte, die aber nur empfanden und sahen,was an ihnen geschah wussten es und fürchteten sichgewöhnlich sehr. Geht es so fort, fällt alles in Stücke,nun so muss die Welt untergehen. Aber sie ist nicht