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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
Seite
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Gewiss ist unsere gegenwärtige Bildung etwas Er-bärmliches, eine faulriechende Schüssel, in der lauter ge-schmacklose Brocken durch einander schwimmen, Brockenvon Christenthum, von Wissen, von der Kunst, an denensich nicht einmal Hunde satt essen könnten. Aber dieMittel, gegen diese Bildung etwas aufzustellen, sind kaumweniger erbärmlich, nämlich christlicher Fanatismus oderwissenschaftlicher Fanatismus oder künstlerischer Fana-tismus von Leuten, die kaum auf ihren Beinen stehenkönnen; es ist, als ob man einen Mangel durch ein Lastercuriren wolle. In Wahrheit erscheint aber die gegen-wärtige Bildung erbärmlich, weil eine grosse Aufgabevor ihr am Horizont aufgestiegen ist, nämlich die Re-vision aller Werthschätzungen; dazu bedarf es aber, nochbevor die sämmtlichen Dinge auf die Wage gelegt werden,der Wage selber, ich meine jene höchste Billigkeitder höchsten Intelligenz, welche im Fanatismus ihrenTodfeind und in der jetzigenallseitigen Bildung ihrenAffen und Vortänzer hat.

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Zur selben Zeit geht immer in uns eine Art Be-trachtung der Welt ihrem Ende zu und eine anderewächst: denn unsere unklare Erziehung macht uns .mitverschiedenen zu gleicher Zeit bekannt, und jede versuchtauf unserem Boden zu wachsen.

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Das allgemeine Merkmal der Zeit: wir wissen, wasnie eine Zeit wusste, es gab und giebt eine Unzahl ver-

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