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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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Hierarchie und das volkstümlichere Ascetenthum, dieüberall fühlbare Nähe der Wüste, und nicht die desBärenwaldes, wie reimt sich dies alles zum faulen,aber kriegerischen und raubsüchtigen Germanen, zumsinnlich kalten Jagdliebhaber und Biertrinker, der es nichthöher als bis zu einer rechten und schlechten Indianer-religion gebracht hat und Menschen auf Opfersteinen zuschlachten noch vor zehnhundert Jahren nicht verlernt hatte?

Das Christenthum ist aus dem Judenthum hervor-gegangen und aus nichts anderem: aber es ist in dierömische Welt hineingewachsen und hat Früchte hervor-getrieben, welche sowohl jüdisch als römisch sind. Diesesgekreuzte Christenthum hat im Katholicismus eine Formgefunden, bei der das römische Element zum Übergewichtgekommen ist: und im Protestantismus eine andere, beider das jüdische Element vorherrscht. Dies liegt nichtdaran, dass die Germanen, die Träger der protestantischenGesinnung, den Juden verwandter sind, sondern dass sieden Römern ferner stehen, als die katholische BevölkerungSüd-Europas.

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Das Christenthum (und nicht nur die katholischeKirche) fährt fort, sich zu stellen, als ob es alles forderte,aber es ist sehr zufrieden, sehr dankbar, wenn es nuretwas erhält. In dieser Genügsamkeit ist jetzt auch derbeste Christ, nach christlichem Maasse gemessen, schlimmerals ein Heide; er will weder für seinen Glauben leben,noch mit seinem Glauben sterben; er ist zufrieden, wennman ihnen beiden ein Almosen giebt.