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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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wie Liszt. Auch Denker, welchen alle Arten von Wirk-lichkeit männlich imponiren und ebenso Liebe einflössen.Der Kampf gegen diese Passivität wird häufig von derEitelkeit geführt. Dann aber auch von dem Gewissender Treue, die sie uns oft gebrochen. Es giebt einelistige Gattung superiorer Naturen, welche überdieser Passivität stehen, sie gewähren lassen wie eineLeidenschaft, aber ihr Gelegenheiten machen: so eignensie sich Erfahrungen an, denen andere Denker fremdbleiben.

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Das Genie wird verkannt und verkennt sich selber,und dies ist sein Glück! Wehe, wenn es sich selbererkennt! Wenn es in die Selbstbewunderung, denlächerlichsten und gefährlichsten aller Zustände verfällt!Es ist ja am reichsten und fruchtbarsten Menschen nichtsmehr, wenn er sich bewundert, er ist damit tiefer herab-gestiegen. Geringer geworden, als er war damals,wo er sich noch an sich selber freuen konnte, wo ernoch an sich selber litt! Da hatte er noch die Stellungzu sich, wie zu einem Gleichen! Da gab es nochTadel und Mahnung und Scham! Schaut er aber zusich hinauf, so ist er sein Diener und Anbeter gewordenund darf nichts mehr thun als gehorchen, das heisst: sichselber nachmachen! Zuletzt schlägt er sich mit seineneigenen Kränzen todt; oder er bleibt vor sich selberals Statue übrig, das heisst als Stein und Versteinerung!

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Es ist selten, dass einer, der berühmt geworden ist,nicht eben dadurch feige und närrisch geworden ist. Die