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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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Jede Handlung ist von dem bleichen Bewusstseins-bild, das wir von ihr während ihrer Ausführung haben,etwas unendlich Verschiedenes. Ebenfalls ist sie von demvor der That vorschwebenden Bewusstseinsbild (das Endeder Handlung gleich Zweck und der Weg dahin) ver-schieden; unzählige Stücke des Wegs, die schliesslich ge-macht werden, werden nicht gesehen, und der Zweckselber ist ein kleines Theilchen von dem wirklichen Er-folg der Handlung. Zwecke sind Zeichen: nichts mehr!Signale! Während sonst die Copie hinter dem Vorbildnachfolgt, geht hier eine Art Copie dem Vorbild voraus.In Wahrheit wissen wir nie ganz, was wir thun, zumBeispiel wenn wir einen Schritt thun wollen oder einenLaut von uns geben wollen. Vielleicht ist diesWollennur ein bleicher Schatten davon, was wirklich schon imWerden ist, ein nachkommendes Abbild von unseremKönnen und Thun: mitunter ein sehr falsches, wo wirnicht zu können scheinen, was wir wollen. UnserWollen war hier ein irregeleitetes Phantasma unseresKopfes, wir hatten irgend ein Zeichen falsch verstanden. Wenn einer befiehlt, und wir wollen es thun, findenuns dann zu schwach, so gab Furcht (oder Liebe)uns einen Impuls, bei dem sehr viel Kraft in Bewegunggerieth. Das erste Gelingen auf den ersten Nerven-und Muskelbahnen giebt die verfrühte Vorstellung desKönnens, und daraus resultirt das verfrühte Bilddes gewollten Zwecks: die Zweckvorstellung entsteht,nachdem schon die Handlung im Werden ist!

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Wenn einer immer von seinen eigenen Handlungenüberrascht wird (wie die wild Leidenschaftlichen), also