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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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machen kann. Uns schwebt ein Zustand von uns vor(zum Beispiel als Schlagenden, Essenden), das Bildahmen wir nach.

328.

Wir begreifen den allerkleinsten Theil dessen, wo-raus sich jede Handlung zusammensetzt, und die langeKette von strenge in einander greifenden Nerven- undMuskelvorgängen dabei ist uns sogar ganz unbekannt.So nehmen wir denn die Handlung als einen momen-tanen Act des Willens in der Art, wie ein hebräischerSchriftsteller es von Gott sagt:er gebeut und es stehtda!, das heisst wir machen eine Zauberei daraus undfühlen uns als Zauberer frei. Unsere Unwissenheitspielt uns den angenehmen Streich, dass sie unseren Stolzaufrecht erhält. Gelingt es einmal nicht, was wir wollen,so muss es wohl an einem feindlichen Wesen liegen,welches, wiederum durch Zauberei, zwischen unserenWillen und die That ein Hemmniss legt. Das Gute wollenund das Verkehrte thun das schreibt der Eine demTeufel zu, der Andere der Sündhaftigkeit, ein Drittersieht darin die Strafe für die Schuld früherer Lebens-zeiten: alle fast legen es moralisch und dämonisch aus.Kurz, nachdem wir den Wilden-Glauben an die Wunderals die Regel der Natur aufgegeben haben, hat der-selbe Glaube sich in Bezug auf unsere psychologischenVorgänge festgesetzt; hier gilt noch immer das Wunderals die Regel. In Wahrheit heisst etwas wollen einExperiment machen, um zu erfahren, was wir können;darüber kann uns allein der Erfolg oder Misserfolgbelehren.