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dabei wie bei einem Erforderniss der Reinlichkeit. Esmag einer sein, was er will: Genie, oder Schauspieler —nur reinlich! (Heinrich Heine hat etwas Reines.)
250.
Meine Aufgabe: alle Triebe so zu sublimiren, dassdie Wahrnehmung für das Fremde sehr weit geht unddoch noch mit Genuss verknüpft ist: der Trieb derRedlichkeit gegen mich, der Gerechtigkeit gegen dieDinge so stark, dass seine Freude den Werth der an-deren Lustarten überwiegt und jene ihm nöthigenfalls,ganz oder theilweise, geopfert werden. Zwar giebt eskein interesseloses Anschauen, es wäre die volle Lange-weile. Aber es genügt die zarteste Emotion!
251-
Handlungen, die eine lange Zeit als Ausnahmenempfunden werden und Ehre bringen, werden end-lich Übung und gelten dann als anständig. Ebensokönnte die Redlichkeit in Betreff alles Wirklichen einmalAnstandssache werden, und der Phantast einfach als un-anständig ausser Betracht kommen.
252.
Unserem ganzen Organismus ist das vorschnelle Zu-neigen und Abneigen, die Verstellung u. s. w. eingeformtworden: allmählich kann ihm auch die Wahrhaftigkeitangebildet werden und immer tiefer einwurzeln. Mitwelchen Wirkungen? Einstweilen ist er ein bewegtesNetz von Lüge und Trug und deren Fangarmen: ganzthierisch-nützlich. Die Erziehung zur Wahrheit — ist sie