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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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das Ding, wozu alles Relation hat (auch gerechte Rela-tion). Es sei denn, dass wir alles nach einem andernIndividuum messen, und die Ungerechtigkeit auf dieseWeise erneuern, auch wird sie grösser sein (aberdie Empfindung vielleicht reiner, weil wir sympathischgeworden sind und im Vergessen von uns schon freier).

242.

Die Menschen sehen allmählich einen Werth undeine Bedeutung in die Natur hinein, die sie an sich nichthat. Der Landmann sieht seine Felder mit einer Emotiondes Werthes, der Künstler seine Farben, der Wilde trägtseine Angst, wir unsere Sicherheit hinein, es ist ein fort-währendes feinstes Symbolisiren und Gleichsetzen, ohneBewusstsein. Unser Auge sieht mit all unserer Moralitätund Cultur und Gewohnheiten in die Landschaft. Undebenso sehen wir auf andere Charaktere: sie sind fürmich etwas anderes als für dich: Relationen und Phan-tasmen, unsere Grenzen gegen einander sind darin.Was heisst da Gerechtigkeit! Die Fülle der Relationenwächst fortwährend, alles, was wir sehen und erleben,wird bedeutungstiefer. Beim Anblick der Sonnezum Beispiel. Aber eine Unzahl von. alten Bedeutungenund Symbolen sterben auch fortwährend ab, es entleertsich zugleich und wenn wir auf dem Wege der Ge-rechtigkeit sind, so sterben die willkürlichen, phantas-tischen Auslegungen, womit wir den Dingen weheund Gewalt thun: denn ihre wirklichen Eigenschaftenhaben ein Recht, und endlich müssen wir dies höher ehrenals uns.

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