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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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Es ist durchaus nicht ein Nachbilden dieses bestimmtenLeidensgefühls, sondern ein Leiden darüber, dass jemandleidet. Dagegen bezieht sich das Wissen auf die be-stimmte Art des Schmerzes.Seinen Schmerz ihm nach-fühlen, weil man ähnliches erlebt hat, ist von der Artdes ärztlichen Wissens um den Schmerz ist nichtdas eigentliche Mitleid, das generell mit dem Leide einerPerson leidet, nicht mit dem bestimmten Leide. DasGefühl, jemand leidet, den wir lieben, der in unsererPflege oder Macht steht, ist ganz persönlich, gewöhn-lich mit dem Arger über unsere Ohnmacht verknüpft(beim Mitleid kann die Fähigkeit, sich die Art des Leidensvorzustellen, sehr gering sein).

171.

Das Nachmachen, das Äffische ist das eigentlich undältest Menschliche bis zu dem Maasse, dass wir nurdie Speisen essen, die anderen gut schmecken. KeinThier ist so sehr Affe als der Mensch. Vielleicht ge-hört auch das menschliche Mitleiden hierher, sofern es einunwillkürliches inneres Nachmachen ist.

172.

Mit dem Almosen unterhält man den Zustand, derals Motiv des Almosens wirkt. Man giebt also nicht ausMitleiden; denn dieses würde den Zustand nicht unter-halten wollen.

I 73-

Die Griechen litten nach Aristoteles öfter an einemUbermaass von Mitleid: daher die nothwendige Ent-

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