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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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Es giebt so viel Arten angenehmer Empfindung,dass ich verzweifle, das höchste Gut zu bestimmen.Neulich schien es mir das Schweben und Fliegen.

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Zu wissen,das ist gesund, das erhält am Leben,das schädigt die Nachkommen ist durchaus nochkein Regulativ der Moral! Warum leben? Warumdurchaus froh leben? Warum Nachkommen? Gesetzt,es wäre dies alles angenehmer als das Gegentheil, sterben,krank sein, ohne Nachkommen isolirt sein: so wäre viel-leicht irgend etwas angenehmer als diese Annehmlich-keiten, zum Beispiel das Gefühl seiner Ehre oder eineErkenntniss oder eine Wollust, deretwegen wir dasSterben oder die Krankheit oder die Einsamkeit wählenmüssten. Warum die Gattung erhalten? Man verweistuns an die Triebe: aber es giebt weder einen Triebder Selbsterhaltung, noch einen Trieb der Gat-tungs-Erhaltung. Das Nichtsein könnte uns werth-voller scheinen als das Sein: dann hat die physiologischeEthik nichts zu sagen. Oder wir uns selber als derStaat, die Gesellschaft, die Menschheit. Was bestimmtdenn das Wertherscheinen? Ein Trieb. Die Moral kannnur befehlen das heisst durch Furchterregung sichdurchsetzen (also mit Hülfe eines Triebes), oder sie kannmit Hülfe eines andern Triebes sich legitimiren siesetzt immer schon ihre unmittelbare Bewiesenheit undüberzeugende Kraft voraus, sie kommt, wenn derTrieb und die Werthschätzung bestimmter Art schonda ist. Dies gilt von allen Ethiken. Auch ein Trieb,