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individuell zu leben, ist da: ich denke in seinen Diensten.Andere, die ihn nicht haben, werden zu nichts von mirverpflichtet werden können. „Pflicht“ ist der Gedanke,durch den ein Trieb sich souverän über die anderen Triebestellt — immer mit Benebelung des Verstandes! Miteinem bestochenen Diener!
156.
Man denke ja nicht, dass etwa Gesundheit ein festesZiel sei: wie hat das Christenthum die Krankheit vor-gezogen und mit guten Gründen! Gesund ist fastein Begriff wie „schön“, „gut“ — höchst wandelbar!Denn das Sich-wohl-fühlen tritt in Folge langer Ge-wohnheit bei entgegengesetzten Zuständen des Leibes ein!
d) Das altruistische Ideal. Mitleid.
157-
Das allgemeine Glück oder die allgemeine Nächsten-liebe sind Resultate, welche vielleicht durch fort-währendes Wachsen der Moralität erreicht werden können(vielleicht auch nicht). Nichts von den menschlichenErrungenschaften wieder fahren lassen und immer die je-weilige Höhe der Menschheit festhalten, das ist vielleichteine Folge der allgemeinen Moralität (eine Begleit-Er-scheinung). Aber das, was die Menschen zu moralischenHandlungen treibt, jetzt treibt, sind nicht jene Resultate,noch weniger diese Folgen, auch etwas anderes als das,was ursprünglich die Anerkennung moralischer Prädicateerzeugt hat. Der Ursprung der Moralität kann nicht imMoralischen liegen. Man hat also nicht zu verwechseln:erstens Resultate der Moral, zweitens Folgen der