worden sind: sie glauben, dass es mehr Ordnung undSicherheit giebt, wenn der Eine absolut herrscht, derAndere absolut gehorcht. So will man auch, dass dermoralische Imperativ kategorisch sei, weil man meint,dass er so der Moralität am nützlichsten sei. Man willden kategorischen Imperativ: das heisst es soll ein ab-soluter Herr durch den Willen vieler geschaffen werden,welche sich vor sich und vor einander fürchten: er solleine moralische Dictatur ausüben. Hätte man jene Furchtnicht, so hätte man keinen solchen Herrn nöthig.
142.
„Pflicht“ heisst: ' ein Ziel wollen, nicht um einesanderen willen, sondern um seiner selbst willen: also einabsolutes Ziel. Der kategorische Imperativ, ein Befehlohne Bedingungen. Darauf gründete Kant eine Meta-physik: denn giebt es ein Ziel ohne Bedingung, so kanndies nur das Vollkommene oder das unendliche Gut sein:gäbe es noch etwas Vollkommeneres, oder ein höheresGut, so wäre es nicht ein Ziel ohne Bedingung. Also:eine metaphysische Annahme zu machen, wie Kant!
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Das Glück der Menschen, welche sich befehlen lassen(zumal Militärs, Beamte): keine völlige Verantwortung inBetreff der Richtung ihrer Thätigkeit, ein Leichtsinn undHarmlosigkeit, Forderung der strengen Pflichterfüllung(welches der schönere Name für Gehorsam ist, dessenWürde). Auch kluge Christen haben diesen Leichtsinn.Die Wissenschaft entlastet ebenso (Unverantwortlichkeit).