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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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I 39-

Ist,denn kein Ausweg! Nirgends ein Gesetz, welcheswir nicht nur erkennen, sondern auch über uns erkennen!

140.

Wenn wir uns von der unlösbaren Aufgabe dersittlichen Autonomie und der unhaltbaren Aufgabe derSittlichkeit als allgemeinem Gesetze voll Ekel wegwenden,zur Erkenntniss der Natur: sofort empfängt uns dasProblem der Pflicht wieder: unsere Stellung zu denDingen ist eine moralische, wenn wir sie wirklich er-kennen wollen: also eine unhaltbare auf die Dauer!Aber wir können uns lange Zeit darüber täuschen. Wirwerden instinctiv uns von den höchsten Problemen ab-wenden, und uns dort aufhalten, wo die Täuschung einermorallosen Erkenntniss leicht ist (wir verwenden hiereine uns natürlich gewordene Moralität, als ob dieseetwas Natürliches und Aussermoralisches wäre!).

141.

Die Entstehung des kategorischen Imperativs istnichts Erhebliches. Gewiss wollen die Meisten einenunbedingten Befehl, ein unbedingtes Gebot lieber alsetwas Bedingtes: das Unbedingte erlaubt ihnen, denIntellect aus dem Spiele zu lassen, und ist ihrer Faulheitgemässer; häufig entspricht es auch einem gewissen Hangezur Hartnäckigkeit und gefällt den Personen, welchesich ihres Charakters rühmen. Überhaupt gehört es inden Bereich des blinden, militärischen Gehorsams, zuwelchem die Menschen durch ihre Fürsten gezüchtet