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That und Urtheil wehe ' zu thun, eine viel grössere Be-friedigung brachte, als ihm eben damit wohl zu thun:die Zeit, wo man an böse Gottheiten glaubte. DieFreude an dem Wehethun durch moralische Urtheilestärkte immer den Hang zu schädlichen und grausamenHandlungen und wurde so selber die Veranlassunggrösseren Wehes, als das moralische Urtheil zu thunvermag.
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Inwiefern hat die Moral schädlich gewirkt? In-sofern sie den Körper verachtete, im Ascetismus derPflicht, des Muthes, des Fleisses, der Treue u. s. w.,namentlich in jenem mit Religion verquickten Canon,dass Sich-Freuden-bereiten der Gottheit unangenehm,Sich-Leiden-bereiten ihr angenehm sei. Man lehrte zuleiden, man rieth ab sich zu freuen — in allen Moralen(die des Epicur ausgenommen); das heisst: die Moralwar bisher ein Mittel, die physiologische Grundlage desMenschen in ihrer Entwickelung zu stören; an derSchwäche der Moral lag es, dass sie diese Grundlagenicht zerstört hat; sie war ein furchtbarer Würfel imgrossen Würfelspiel. — Wir müssen das Gewissen ver-lernen, wie wir es gelernt haben. — Im Ganzen war diegrosse erhaltende Kraft, welche gegen die Moral dasÜbergewicht behauptete, das, was sie das „Böse“ nannten,das Streben des Individuums, sich ohne Rücksicht aufLehren selbst zu behaupten, sich wohl zu fühlen, seinVergnügen zu suchen, die näheren Bedürfnisse den ent-fernteren unterzuordnen, während die Moral diese nichtnur als höhere und niedere Bedürfnisse unterscheidet,sondern die ersteren verachten und oft verdammen lehrt(die sogenannten sinnlichen Freuden).