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subtrahirt werden, und das Resultat wird sein, dass dieVerbindlichkeit der Moral für die Thörichten abnimmt.Daraus ergiebt sich die Aufgabe, mit allen Kräften dar-nach zu streben, dass die Thörichten abnehmen.
98.
Die moralischen Vorurtheile sind immer noch unent-behrlich: es ist zu bedauern, dass man sie noch nichtentbehren kann; denn die Kräftigung, die sie geben,unterhält die Schwäche und Unkraft, gegen welche sieals Medicin eingenommen werden, am sichersten.
99.
Wer sich jetzt auf die Sitte beruft als den Grundseiner Handlungsweise, sagt beinahe: ich bin abergläubisch,oder: ich bin tolerant — aber ehemals hiess es: ich binklug und gut.
100.
Hier wird eine Handlung geschätzt, weil sie demHandelnden schwer fällt, dort eine andere, weil sie ihmleicht fällt, dort eine, weil sie selten ist, dort eine, weilsie nach der Regel ist, dort eine, weil der Beurtheilendesie bei sich für unmöglich hält, dort eine, weil der Be-urtheilende sie überhaupt für unmöglich hält (ein Wunder),dort eine, weil sie für nützlich gilt, dort eine, weil siekeine Rücksicht aut Nutzen zeigt, dort eine, weil derMensch so für sein bestes Heil sorgt, dort eine, weil ernicht dabei für sich sorgt, dort, weil sie Pflicht ist, dort,weil sie Neigung ist, dort, weil sie ohne Neigung gethanwird, dort, weil sie Instinct ist, dort, weil sie hellsteVernunft ist — und alles das heisst man gelegentlich
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