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vielmehr: die gutmüthigen Seelen stellen sich an’s Thorund glauben allen aufmachen zu dürfen: als ob derIrrthum jetzt nicht mehr Irrthum sei! Was widerlegtist, ist ausgeschlossen!!
81.
Der Zweifel, was das Wirkliche ist, macht nichtgegen die Phantasmen geneigter: sondern zerstört
allmählich den guten Willen, der zur Ausdichtungeines Phantasmas gehört.
82.
Zum Beweise dafür, dass ein Sceptiker mituntersehr ausgelassener Schwärmerei bedarf, um dann wiederbesänftigt in’s Land des „Vielleicht und Vielleicht-auch-nicht“ zurückzukehren: will ich erzählen, welche Sätzemir jüngst meine schwärmenden Tauben aus den Wolkenheimgebracht haben. Erstens: die gewöhnlichste Formdes Wissens ist die ohne Bewusstheit. Bewusstheit istWissen um ein Wissen. Empfindung und Bewusstheithaben alles Wesentliche gemeinsam und mögen dasselbesein. Die erste Entstehung einer Empfindung ist dieEntstehung eines Wissens um ein Wissen: ein Vor-gang, der nichts Schwieriges und Geheimnissvollesenthält, da er dem Wissen nur eine Veränderung derRichtung giebt, — und dazu reichen zufällige An-stösse aus, die man vielleicht errathen kann. Bevor esEmpfindung gab, gab es längst — nämlich immer —Wissen: Wiedererkennen und Schliessen als seine Func-tionen. Das Wissen ist die Eigenschaft aller treibendenKräfte, — es kommt auf eins hinaus, zu sagen, es sei