Druckschrift 
11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
Seite
186
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eine Reihe von festen Dingen, die immer grösser wird,und immer feiner. Diese Übung bildet ein Bedürfniss:nach Erkenntniss der Dinge in ihrer Vielheit: Basis desintellectuellen Triebes.

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Der gute Gedanke ist nur eine Ausnahme, diemeisten originellen Gedanken sind Narrheiten. Die ge-wohnten Gedanken sind deshalb so hoch geachtet, jazur Pflicht gemacht, weil sie eine Art Bewährunghaben; mit ihnen ist der Mensch nicht zu Grunde ge-gangen. Dasnicht zu Grunde gehen gilt als der Be-weis für die Wahrheit eines Gedankens. Wahr heisst:für die Existenz des Menschen zweckmässig.Da wir aber die Existenzbedingungen des Menschensehr ungenau kennen, so ist, streng genommen, auchdie Entscheidung über wahr und unwahr nur auf denErfolg zu gründen. Woran ich zu Grunde gehe, dasist für mich nicht wahr, das heisst es ist eine falscheRelation meines Wesens zu anderen Dingen. Denn esgiebt nur individuelle Wahrheiten, eine absolute Re-lation ist Unsinn. Die Art zu denken, die Anspannungund Häufigkeit, die Gegenstände, das .Nichtsehenkönnen,Nichtfühlen vieler Dinge, alles ist eigentlich eineBedingung unserer Existenz. Jeder Fehler ist ihrschädlich. Meistens also machen wir Fehler, meistenssind wir fortwährend irgendwie krank durch unser Denken,wir können ja nur experimentiren, und das ganz indivi-duell uns Nothwendige im Erkennen ist die Ausnahme.

So.

Kaum spricht man von dennicht absoluten Wahr-heiten, so begehren alle Schwärmer wieder Eintritt oder