Druckschrift 
11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
Seite
185
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Das Subject wegdenken das heisst sich die Weltohne Subject vorstellen wollen: ist ein Widerspruch:ohne Vorstellung vorstellen! Vielleicht giebt es hundert-tausend subjective Vorstellungen. Unsere menschlichewegdenken da bleibt die der Ameise übrig. Unddächte man sich alles Leben fort und nur die Ameiseübrig: hienge wirklich an ihr das Dasein? Ja, derWerth des Daseins hängt an den empfindenden Wesen.Und für die Menschen ist Dasein und werthvolles Daseinoft ein und dasselbe.

76.

Das Subjectgefühl wächst in dem Maasse, als wirmit dem Gedächtniss und der Phantasie die Welt dergleichen Dinge bauen. Wir dichten uns selber alsEinheit in dieser selbstgeschaffenen Bilderwelt, dasBleibende in dem Wechsel. Aber es ist ein Irrthum:wir setzen Zeichen und Zeichen als gleich und Zuständeals Zustände.

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Unser Bewusstsein hinkt nach und beobachtet wenigauf einmal und während dem pausirt es für anderes.Diese Unvollkommenheit ist wohl die Quelle, dass wirDinge glauben und im Werden etwas Bleibendes an-nehmen: ebenso dass wir an ein Ich glauben. Liefe dasWissen so schnell wie die Entwickelung und so stätig,so würde an keinIch gedacht.

c) Trieb nach Wahrheit, Scepsis.

78.

Die Übung mehrere Eigenschaften an einem Dingeanzuerkennen, abseits von unserem Affect, constituirt