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Es muss sie nöthig haben: vielleicht ist das Wahre ge-quält wie ein Künstler und sucht eine Erlösung in lust-vollen Vorstellungen und Bildern, eine Abziehung, ■— dieWahrheit ist vielleicht der Schmerz, und der Scheinist eine Milderung, der Wechsel ist das Sichherumwerfendes schwer Leidenden, der eine bessere Lage sucht.Vielleicht aber auch ist das Wahre voller Lust undströmt über in Phantasieen wie ein Künstler (Geburt derTragödie). Die Welt ein ästhetisches Phänomen, eineReihe von Zuständen am erkennenden Subject: einePhantasm agorie nach dem Gesetze der Causalität. Dassder intellectuelle Process erst am Thierreich hervortritt,und ohne Thier keine Welt da sein könnte, gehört mithinein in jenes Theaterspiel, dass das Subject sichselber spielt: es ist ein Wahn. Die Geschichte ist eineVermeintlichkeit — nichts mehr; die Causalität dasMittel, um tief zu träumen, das Kunststück, um überdie Illusion sich zu täuschen, der feinste Apparatdes artistischen Betruges.
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Eine Welt ohne Subject •— kann man sie denken?Aber man denke sich jetzt alles Leben auf einmal ver-nichtet, warum könnte nicht alles andere ruhig weitersich bewegen und genau so sein, wie wir es jetzt sehen?Ich meine nicht, dass es so sein würde, aber ich sehenicht ein, warum man es sich nicht denken könnte. Ge-setzt, die Farben seien subjectiv — nichts sagt uns,dass sie nicht objectiv zu denken wären. DieMöglichkeit, dass die Welt der ähnlich ist, die uns er-scheint, ist gar nicht damit beseitigt, dass wir die sub-jectiven Factoren erkennen.