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Wir empfinden die Aussenwelt immer verschieden,weil sie sich gegen den jedesmal in uns überwiegendenTrieb abhebt: und da auch dieser als etwas Lebendigeswächst und schwindet und nichts Verharrendes ist, so istim kleinsten Momente unsere Empfindung der Aussen-welt immer werdend und vergehend, also wechselnd.
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Die Eigenschaften des Dinges erregen unsere Em-pfindungen, zum Beispiel, dass es grau ist, und dieGestalt, die Art von Bewegung, vor allem sein Vorhanden-sein als Körper und Substanz — alles ist mit Lust- undUnlustempfindungen und folglich mit Vertrauen, Neigung,Lust zur Annäherung oder Furcht u. s. w. verknüpft.Dasselbe Ding kann uns vermöge seiner verschiedenenEigenschaften anziehen und Furcht einflössen. •— Dassseine Eigenschaften aber solche Empfindungen erregen,das ist Urtheil — und dies Urtheil setzt Erfahrungenvoraus und Glauben an Gleichheit in den Erfahrungen.Zuletzt aber setzt auch die älteste Erfahrung wieder Ur-theil voraus, also Auslegung eines Reizes, so dass erentweder lust- oder schmerzvoll ist. „Vermehrt dieserReiz unsere Kraft oder vermindert er sie?“ Kurz, einUrtheil ist die Quelle, dass Kraftgefühl dabei entstehtoder sich vermindert. — Also die Wirkungen der Dingesind zuletzt angenehm oder unangenehm, je nachdemwir an die Förderung unserer Kraft dabei glauben odernicht. Dieser Glaube aber kann nicht wieder auf Er-fahrung zurückgehen, sondern müsste — aus dem dabeientstehenden Kraftgefühl seinen Ursprung nehmen. Man