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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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Wir sind die Bewegten, welche sich um die Dingebewegen: wir stehen nicht still, das Umgekehrte istwahr von dem, was der Augenschein ist.

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Ursache und Wirkung sind für uns unbegreiflich,weil beide nur als negative Abbilder uns bewusst werden,und zwischen denen giebt es nur Succession. Aus solchenSuccessionen besteht derKörper,das Ding. Wirnehmen keine Bewegung wahr, sondern mehrere gleicheDinge in einer gedachten Linie, wir nehmen auch keineZeitdauerlinie wahr, sondern unsere Empfindung hatbewusste Momente (getrennt von einander), und diesefügen wir aneinander, legen sie an sich und bauen soeinen bestehenden, dauernden Körper aus einzelnen Em-pfindungen. Aber wie das gleiche Ding in der Bewegungeine Illusion ist, also die Bewegung, welche wir construiren,jedenfalls etwas anderes ist als dieWirklichkeit, so istauch dies Gebilde, aus mehreren negativen Eindrückenauf uns construirt und zurechtphantasirt, jedenfalls etwasanderes als die Wirklichkeit. Es kann nicht vollständigsein, denn es besteht nur aus Relationen zu uns, und dasan uns, wozu es keine Relationen haben kann, verhinderteinen vollen Abdruck. Selbst als Abbild ist es nichtvollständig. Sodann hat es zur Voraussetzung, dass dasDing in diesem Augenblick, wo es einen Eindruck aufuns macht, dasselbe Ding ist, welches in einem andernAugenblick (imnächsten sagen wir, und täuschenuns) wieder einen neuen Eindruck, das heisst eine zweiteRelation auf uns macht. Ein Baum, der lang, dannrund, dann grün u. s. w. erscheint.