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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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ein Bedürfniss, ohne dessen Befriedigung das Lebenöde und unausstehlich wird.

52 .

Ach, es ist unmöglich, mit der Sprache der Wahr-heit zu wirken: Rhetorik ist nöthig; das heisst die Ge-wohnheit, nur bei gewissen Worten und Motiven bewegtzu werden, regiert und verlangt die Verkleidung derAVahrheit.

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Es ist eine Feinheit, seine Beispiele der Geschichteund der Wissenschaft gemäss der allgemeinen Unkennt-niss und Mangelhaftigkeit am Wissen zu wählen sonstbeweist man nichts und erweckt Hass, weil man beschämt.Man muss niedersteigen zu den Armen an Geist, nichtin den Gedanken und Zielen, aber im Material; mit lauterungeheuer bekannten Dingen argumentiren. Es ist über-dies Stolz, denn die grossen Wahrheiten sollen nicht mitThatsachen aus dem AVinkel und der gelehrten Grübeleibewiesen werden.

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Vor jedem Einzelnen sind wir voll hundert Rück-sichten: aber wenn man schreibt, so verstehe ich nicht,warum man da nicht bis an den äussersten Rand seinerEhrlichkeit vortritt. Das ist ja die Erholung!

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Nicht um eines Zieles willen leben wir der Erkennt-nis, sondern der erstaunlichen und häufigen Annehm-lichkeiten im Suchen und Finden derselben.