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düngen und Hypothesen einfach zu annulliren? Wirsind gegen uns fast grausam, aber um der Früchtewillen, die ihr und alle haben sollt! — Goethe wusstees, was zum wissenschaftlichen Menschen gehört: er istein Ideal, in dem alle menschlichen Tüchtigkeiten sichvereinigen wie alle Ströme im Meer. Warum beurtheiltihr ihn nach den Arbeitern des Geistes? Wir beurtheileneuch ja auch nicht nach euren Farbenreibern und Statisten.
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Die Vorstellung, dass etwas Fürchterliches an unsgekettet ist, färbt alle Empfindungen um. Oder: ein ver-bannter Gott zu sein, oder Schulden früherer Zeiten ab-zubüssen. Alle diese schrecklichen Geheimnisse um uns— machten uns vor uns sehr interessant! aber ganzegoistisch! Man konnte und durfte nicht von sichwegsehen! Das leidenschaftliche Interesse für uns ver-lieren und die Leidenschaft ausser uns wenden, gegendie Dinge (Wissenschaft) ist jetzt möglich. Was liegt anmir! Das hätte Pascal nicht sagen können.
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In Dingen des Geistes ist jeder gross, der, als grosseAusnahme, die Dinge des Wissens stark empfindet undgegen ferne Dinge sich so verhält wie gegen die nächsten,so dass sie ihm wehe thun, Leidenschaft erregen, grosseErhebungen geben können, kurz, dass sie mit den stärkstenTrieben bei ihm verschmolzen sind. (Redlichkeit zumBeispiel wäre wohl Neugierde, Stolz, Herrschsucht, Milde,Grossmuth, Tapferkeit in Bezug auf Sachen, die für dieMeisten ganz kalt und abstract bleiben). Passion fürAbstracta und Unfähigkeit, ein Abstractum sich fern undgleichgültig zu halten, macht den Denker.