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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
Seite
166
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24.

Es ist vollkommen falsch, dass die grossen Geisterwesentlich gleich über das Dasein und den Menschengeurtheilt hätten: diese Gleichheit nachzuweisen geht manvom Glauben aus, dass die Genies dem Wesen der Weltnäher ständen und insofern auch richtiger, das heisstgleichmässiger sagen müssten, was sie sei. Aber dieGenies haben individuelle Ansichten gehabt undsich in die Dinge hineingetragen: weshalb sie sich tiefwidersprechen und immer alle andern vernichten zumüssen glauben.

25 -

Bei unsern jetzigen inductiven Forschern ist derScharfsinn und die Vorsicht geist- und erfindungsreicher(auch phantasievoller) als bei den eigentlichen Philosophen.

26.

In den wissenschaftlichen Menschen leben dieTugenden der Soldaten und ihre Art Heiterkeit esfehlt ihnen die letzte Verantwortlichkeit. Sie sind strenggegen sich, gegen einander und erwarten für das Gutenicht gelobt zu werden. Sie sind männlicher und habeneine Vorliebe für Gefahr, sie müssen sich tüchtig machen,das Leben für die Erkenntniss aufs Spiel zu setzen: siehassen die grossen Worte und sind harmlos, und etwasgeckenhaft.

27.

Ich weiss, wie armselig ihr euch neben dem Schwüngedieses Idealismus ausnehmt (der den Materialismus unddie Scepsis auf seinen Rücken nimmt und gegen dieSonne trägt), aber ich gehe mit euch um und stelle micheuch gleich, mehr noch, ich mache mich schlecht.