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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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DieErkenntnisse mit einem Schlage, dieIntui-tionen sind keine Erkenntnisse, sondern Vorstellungenvon hoher Lebhaftigkeit: so wenig eine HallucinationWahrheit ist.

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Der höchste Werth des phantasirenden Denkens(das einige wohl auch gleich das productive Denkennennen) ist, Möglichkeiten auszudenken und .ihre Mechanis-men des Gefühls einzuüben, welche später als Werk-zeuge verwandt werden können zur Ergründung deswirklichen Seins. Es muss dies durch alle möglichenVersuche gleichsam erst errathen und als Beute des Zu-falls entdeckt werden. Alle Mechanismen bei dergrossen Arbeit der strengen Forschung sind zuerst alsdie Wahrheit selber aufgestellt und eingeübt worden.Dichter und Metaphysiker sind insofern immer noch höchstwünschenswerth, sie suchen nach der möglichen Weltund finden hier und da etwas Brauchbares. Es sind Ver-suchsstationen, ebenfalls. Blinde Thiere, die fortwährendum sich greifen und etwas zu essen versuchen, entdeckenNahrungsmittel (gehn aber auch leicht zu Grunde oderentarten). Andere Thiere leben von den anerkanntenNahrungsmitteln.

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Ich halte es für, möglich, dass ein mit Thatsachenreichlich angefüllter und logisch meisterlicher Geist ineiner ungeheuren Aufregung des Intellects eine unerhörteMasse von Schlüssen hintereinander macht und so zuResultaten kommt, welche ganze Generationen vonForschern erst einholen: ein Phantasiren ist es aucher wird es büssen müssen.

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