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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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licher Sorgfalt und Behutsamkeit. Man versuche es nurimmer mit einer Gleichsetzung und Gleichschätzung allerSchüler und nehme das Niveau ziemlich hoch, ja manbehandele alles Censurengeben mit ersichtlicher Gering-schätzung und beschränke sich darauf, den Gegenstanddes Unterrichts interessant zu machen, so sehr, dass derLehrer es sich, vor der Classe, anrechnet, wenn einSchüler sich auffällig uninteressirt zeigt: es ist ein be-währtes Recept und lässt überdies das Gewissen desLehrers ruhiger. Es versteht sich übrigens von selbst,dass Classenerziehung eben nur ein Nothbehelf ist, wennder einzelne Mensch durchaus nicht von einem einzelnenLehrer erzogen werden kann und somit der individuelleCharakter und die Begabung ihren eigenen Wegenüberlassen werden müssen: was freilich gefahrvoll ist.Aber ist der einzelne Erzieher nicht ebenfalls eine Ge-fahr?

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Manches darf der Mann der Männer wegen nichtzurückhalten: aber mit Schmerz gedenkt er der Jünglinge,welche seine Aufrichtigkeit verwirren, vom guten Wegeablenken könnte: je mehr sie bis jetzt gewohnt waren,auf die Worte ihres leitenden Lehrers zu hören. Dableibt ihm, um ihre Erziehung nicht zu stören, nur übrig,sich gründlich und hart von ihnen zu entfernen und denZügel seines Einflusses auf sie ihnen selber zuzu werfen.Mögen sie wider ihn sich selber treu bleiben. So bleibensie ihm treu, ohne es zu wissen.

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Die Schule der Erzieher entsteht auf Grund derEinsicht: dass unsere Erzieher selber nicht erzogen sind,

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