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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
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400.

Eine schöne Frau hat doch etwas mit der Wahrheitgemein (was auch die Lästerer sagen mögen!): beide be-glücken mehr, wenn sie begehrt, als wenn sie besessenwerden.

401.

Unterschätzen wir auch die flacheren, lustigen, lach-süchtigen Weiber nicht, sie sind da zu erheitern, es istviel zu viel Ernst in der Welt. . Auch die Täuschungenauf diesem Gebiete haben ihren Honigseim. Wenndie Frauen tüchtiger, inhaltsreicher werden, so giebt esgar keine sichere Stätte für harmlose Thorheit auf derAVelt mehr. Liebeshändel gehören unter die Harmlosig-keiten des Daseins.

402.

Die Welt ohne Eros. Man bedenke, dass ver-möge des Eros zwei Menschen an einander gegenseitigVergnügen haben: wie ganz anders würde diese Weltdes Neides, der Angst und der Zwietracht ohne dies aus-sehen!

403-

In einen heftigen Affect der Liebe geräth manleichter aus einem Zustande der Verliebtheit, welche aufeine andere Person gerichtet ist, als aus dem der völligenKälte und Freiheit des Gemüthes.

404 -

Die Illusion des Geschlechtstriebes ist ein Netz, das,wenn es zerrissen wird, sich immer von selbst wiederstrickt.