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Wagner’s Natur macht zum Dichter, man erfindeteine noch höhere Natur. Eine seiner herrlichstenWirkungen, welche gegen ihn zuletzt sich wendet.So muss jeder Mensch sich über sich erheben, die Ein-sicht über sein Können sich erheben: der Mensch wirdzu einer Stufenfolge von Alpenthälern, immer höher hinauf.
228.
Aller Genuss besteht darin, wie fein das Urtheils-vermögen ist. Jede Kritik eines Meisters eröffnet unsden Zugang zu anderen Meistern. Tausend Quellen inder Wüste!
229.
Wagner’s Kunst nicht mehr nöthig haben odernoch nöthig haben.
Ungeheure Antriebe sind in ihr: sie treibt übersich hinaus.
230.
Weder so heftig am Leben leiden, noch so matt undemotionsbedürftig sein, dass uns Wagner’s Kunst noth-wendig als Medicin wäre. — Dies ist der Hauptgrundder Gegnerschaft, nicht unlautere Motive: man kannetwas, wozu uns kein Bedürfniss treibt, was wir nichtbrauchen, nicht so hoch schätzen.
231.
Eine Kunst, welche die Harmonie des Daseins ver-leugnet und sie hinter die Welt verlegt. Alle dieseHinterweltler und Metaphysiker.