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221 .
Man wird es Wagner nie vergessen dürfen, dass erin der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts inseiner Weise — die freilich nicht gerade die Weise guterund einsichtiger Menschen ist — die Kunst als einewichtige und grossartige Sache in’s Gedächtniss brachte.
222.
Es ist schwer, im Einzelnen Wagner angreifen undnicht Recht zu behalten; seine Kunstart, Leben, Charakter,seine Meinungen, seine Neigungen und Abneigungen,alles hat wunde Stellen. Aber als Ganzes ist die Er-scheinung jedem Angriff gewachsen.
223.
Gegen Wagner bekommt man leicht zu sehr Recht.
224.
Die Liebe für Wagner’s Kunst in Bausch und Bogenist genau so ungerecht als die Abneigung in Bauschund Bogen.
225.
Über Wagner, über Schopenhauer kann man unbe-fangen reden, auch bei ihren Lebzeiten. — Ihre Grössewird, was man auch gezwungen ist, in die andere Wag-schale zu legen, immer siegreich bleiben. Um so mehrist gegen ihre Gefährlichkeit in der Wirkung zuwarnen.
226.
Wir müssen der falschen Nachahmung Wagner’swiderstreben. Wenn er, um den Parcival schaffen zukönnen, genöthigt ist, aus der religiösen Quelle her neueKräfte zu pumpen, so ist dies kein Vorbild, sonderneine Gefahr.