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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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möglich von ihr lösen heisst erkennen, den Menschen indie Natur und ihre Wahrheit zurückübersetzen. Wasliegt mir da an der Kunst! Aber kräftige Luft,Schutz vor der Sonne und der Nässe, Abwesenheit derMenschen das ist meine Natur.

17g.

Als Ersatz der Religion kann die Kunst nicht gelten:denn für den, welcher vollendet hat, ist sie überflüssig,für den, welcher im Kampfe ist, kein Ersatz der Religion,sondern höchstens eine Beihülfe der Religion. Viel-leicht ist ihre Stellung so, wie sie Mainländer nimmt,eine Beihülfe der Erkenntniss: sie lässt den Frieden undden grossen Erfolg der Erkenntniss von ferne wie blaueBerge sehen. Ersatz der Religion ist nicht die Kunst,sondern die Erkenntniss.

180.

In der' Welt der Kunstwerke giebt es keinenFortschritt, über die Jahrtausende weg. Aber in derMoral wohl: weil in der Erkenntniss und Wissenschaft.

181.

Das Grosse zu lieben, auch wenn es uns demüthigt.Warum sollte der Künstler nicht vor der Wahrheit knieen,der Führer einer geistigen Bewegung sich beschämt vorder Gerechtigkeit niederwerfen und sagen:ich weiss es,Göttin, meine Sache ist nicht deine Sache, vergieb, aberich kann nicht anders!

182.

Der hinwegthut, ist ein Künstler: der hinzuthut, einVerleumder.